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PERSONAL TERRITORIES – OKK

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Als wir uns mit dem Projektteam über die Ausstellung „Personal Territories“ auseinandergesetzt haben und wir eine künstlerische und thematische Eingliederung in das Jahresprogramm des okk gesucht haben, ist mir aufgefallen, daß eine nicht vorher geplante Kontinuität in Bezug auf die Idee – und das Phäenomen – des „Territorialen“ existiert.

[…] ‚Territorialität‘ bezeichnet außerhalb der Philosophie einen sowohl kognitiven wie psychophysischen, aber auch den faktischen Umstand des Bodenerwerbs, zumeist in Form einer Grenzziehung. Was also das Territorium ist, wird durch das Verhältnis zu demjenigen bestimmt, das in der Phänomenologie seit Husserl als die Erde angesprochen wird. – Während die Erde bei Husserl aber als der Inbegriff des Festen ist, steht sie bei Deleuze und Guattari für etwas Dynamisches. Denn die Erde ist ein revoltierender Körper im Universum, dessen Oberfläche durch die Zeiten hindurch geologischen Transformationen, wie etwa der Kontinentaldrift, ausgesetzt ist, und daher alles andere als eine unwandelbare Bezugsgröße ist. Territorialität(1) ist nach Deleuze und Guattari daher der Versuch des Menschen, diesem dynamischen Gebilde etwas Festes abzugewinnen. Die Erde ist dabei die Instanz, welche selbst immer deterritorialisierend wirkt: Die Erde destabilisiert die scheinbar festen Gefüge eines Territoriums. Im Gegenzug sprechen Deleuze und Guattari bezüglich philosophischer Festschreibungen, welche die Erde als Ursprung (arché) konzipieren, von Versuchen der Reterritorialisierung. […] (2)

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Das Wort Territorium beschreibt in seiner ursprünglichen Bedeutung ein demarkiertes Gebiet, eine klar begrenzte Einheit, welche sowohl physischer, als auch symbolischer, oder metaphysischer Natur sein kann.
Der Begriff des Territoriums umrahmt wie kaum ein anderer den Komplex des materialistischen Disputes um Macht und seiner historischen Ursprünge, bestehend aus ökonomischen, politischen und strategischen Parametern. Hierbei handelt es sich um einen Terminus aus dem Mittelalter, welcher über das physische Landgebiet hinaus auch eine Machtposition und die damit einhergehende Gewaltposition (strukturiert in Hierarchien) determiniert. Dieser fundamentiert die Idee des feudalen Lehens- oder Grundbesitzbegriffs. Der Lateinische Ursprung des Wortes weist auf die Erde (terra) als Ausgangspunkt hin, jedoch wird sie untertänig gemacht, sprich ihrer Entität beraubt. Ein Territorium wird dem Stück Land das es demarkiert, übergestülpt, die Erde wird sozusagen be- oder überlagert vom Territorium. Der Begriff auf seiner rein materialistischen Ebene hat mit Hierarchisierung, Dominanz, Gewalt und Besitzverteidigung bzw. Besitzerweiterung zu tun. Auf geschichtlicher Ebene gibt es ein Kontinuum, es wird zwar der Feudalismus durch die Nationalstaatlichkeit (Bürgertum) ersetzt, die Konnotation der Landnahme – sprich die territoriale Inanspruchnahme physischen und juridischen Raumes bleibt jedoch die Gleiche und der daraus resultierende Machtanspruch ist ähnlich aufgebaut.

1097667_837719982934977_7646092325376750093_o 1979159_283656401824297_8522280980773082036_oDie Gewaltposition ist in der Rechtsprechung verankert, wo über das Territorialitätsprinzip der Bezug des Individuums zum Staat geregelt wird. Dieses steht dem Personalitätsprinzip diametral gegenüber. Einzig die Exterritorialität bedeutet die Aufhebung dieser Macht über -, und Gewalt auf das Individuum, seine juristische Entsprechung wäre die Staatenlosigkeit.
Der Territorialanspruch des Nationalstaates gegenüber dem Individuum wird in der Staatsangehörigkeit und ihrer damit einhergehenden Pflichten (und Rechten) definiert und der Anspruch gegenüber anderen Staaten wird durch die nationalstaatlichen Grenzen markiert. Da mit den territorialen Ansprüchen auch die, auf dem Territorium befindlichen Bodenschätze beansprucht werden, kommt es oft zu Grenzkonflikten mit diplomatischen Spannungen im besten Fall, oder brutal geführten Invasions- oder Territorialkriegen mit vielen tausenden Toten, im schlimmsten Fall. Die Ideologie die dahinter steht ist geleitet von materialistisch-kapitalistischen Motiven.
(Die biologische Dimension des Terminus, wie z.B. die Betrachtung eines „Jagdterritoriums“ möchte ich an dieser Stelle aufgrund der, sowohl psychologisch, als hermeneutisch eindeutig zu exorbitanten Komplexität nur kurz als möglichen Denkanstoß erwähnt haben.)

DSC_0039 DSC_0082 DSC_0277Der Begriff Territorium ist jedenfalls sowohl auf die zwischenmenschlichen, bzw. auf die zwischenstaatlichen Beziehungen hin betrachtet, immer mit Interessenkonflikten, Disput und Gewaltausübung behaftet. Es herrscht die strukturelle Gewalt einer ethnozentristisch geprägten Kultur, die Alles, von der gemeingültigen Normativität Abweichende, als andersartig und fremdartig markiert und öffentlich exponiert. Diese Exponiertheit bedeutet eine Deterritorialisierung für das Subjekt, ein „Landraub“ einer jeden privaten Sphäre, eines jeden persönlichen Territoriums.

P1030027 P1030048 P1030070[…] Jean Baudrillard bezeichnet daher die gegenwärtige Kultur der Informationsgesellschaft als eine pornographische Kultur, eine „Kultur ohne Geheimnis“(3), die sich aller Mechanismen der Obszönität bedient. Obszönität – Baudrillard versteht darunter den Verlust jenes Geheimnisses, das eine Handlung auslöst – kann demnach als allen Informationstechnologien innewohnende Tendenz betrachtet werden, was sich in der Unmittelbarkeit aller Handlungen, Botschaften und Aussagen, in der Simultanität aller Ereignisse und aller Diskurse widerspiegelt, welche diese übermitteln. […](4)

P1030071Rückt man nun diesen Begriff einer (digitalen) Meta-territorialität in einen persönlichen Kontext, was jeden Einzelnen, aufgrund der individuellen Erfahrungen, gleichermaßen aber doch sehr unterschiedlich (be)trifft, so tut sich eine Dimension vieler verschiedener Interpretations- und Deutungsmöglichkeiten auf, welche für die künstlerische Forschung von unschätzbarem Wert ist. Das Territorium ist für die Kunst wie ein Schatz, der darauf wartet gehoben zu werden, wie ein Kontinent der erforscht werden will. Einen innovativen Ansatz einer Deterritorialisierung aus dieser digitalen Meta-territorialität heraus bot die Installation des litauischen Künstlers Mindaugas Gapsevicius „0.30402944246776265“, welche ein autonomes Darknet (5) bei der Arbeit zeigte. Dieses Computer-Netzwerk bildet ein autarkes digitales Netz, welches durch Zu- oder Angriffe von Aussen sicher ist, da es nur netzinterne Kommunikationslinien öffnet, quasi der Albtraum eines jeden Daten sammelnden Dienstes.

P1030081 P1030083 P1030124 P1030132Um aber zu unserem diesjährigen Ausstellungskonzept 2014 zurückzukommen; es ist schon erstaunlich, dass fast alle Problematiken die wir dieses Jahr präsentiert haben und noch präsentieren etwas mit dem Territorium direkt oder mit einem starken Bezug zur Territorialität zu tun haben.
So fing dieses Jahr mit der Ausstellung „Euromaidan – besetzte Räume“ der ukrainischen Künstlerin Yevgenia Belorusets an, in der es um die besetzten, öffentlichen Gebäude ging, die von den Protestierenden in Kiew eingenommen wurden. Wenngleich die Ausstellung noch von einer friedlichen Insurrektion ausging und sich auf die von Demonstranten okkupierten Territorien bezog, transformierte sich der Konflikt von einem innerstaatlichen Disput, zu einem geopolitischen Territorialkrieg, dessen Folgen und Ausmaße auch für Experten heute noch nicht absehbar sind. Hierbei wurden Grenzen sichtbar, die über viele Jahre wenn nicht verschwunden, aber fast schon als überwunden geglaubt waren. Der Konflikt jedoch hat gezeigt, daß territoriales, nationalistisches Denken – und die Bereitschaft hierfür Kriege zu führen – auch 70 Jahre nach dem verheerendsten Krieg (nicht nur für Europa) keineswegs einer vernunftgelenkten Weltgesellschaft gewichen ist.
Der Kampf um Territorium, wie wir ihn aus der Geschichte kennen gelernt haben, ist auch in Europa wieder neu entfacht und wird weiter in blutigen Auseinandersetzungen münden, der neue „kalte Krieg“ mit alten Feindbildern wäre, wenn er denn kalt bleibt, nicht die schlimmste Vision, die wir dieser Tage haben können. Ein Lied, welches sich mir, bei dieser Arbeit aus der Erinnerung zurückgemeldet hat, beschreibt es simpel und eindrucksvoll. Es ist von der brasilianischen Metalband „Sepultura“ aus dem Jahr 1993: „War for Territories“ und erzählt von einer furchteinflößenden, rohen, archaischen Realität, die sich tagtäglich in der von Medien getragenen Propaganda widerspiegelt.

P1030159Bei dem Workshop „Lampedusa in Berlin“ im Frühjahr, zusammen mit aus Lampedusa kommenden Menschen, wo mit Hilfe von Siebdrucktechniken, Entwürfe für die Flüchtlingskampagne entwickelt wurden, ging es um das ureigenste territoriale Thema menschlicher Existenz – die Migration. Welche Ursachen sie letztendlich auslösen sind meiner Meinung nach zweitrangig, wichtig ist es hierbei zu thematisieren, wie diese eh schon entrechteten Menschen hier in unserer Wohlstandsgesellschaft ankommen und behandelt werden! Das Fazit, welches man aus der bundesdeutschen Flüchtlingspolitik ziehen kann ist verheerend. Sowohl auf Bezirksebene, sowie auf Landes- und Bundesebene wird die Ohnmacht der Politik sichtbar, welche sich in Instrumentalisierung, Kriminalisierung und Stigmatisierung zu erkennen gibt, aber leider nicht in einer, einem demokratischen Rechtsstaat würdigen Art und Weise. Die strukturelle Gewalt mit der (territoriale) Vormachtpositionen verteidigt werden nimmt atemberaubende Züge an. Auch bei der Analyse dieser missratenen Politik landen wir wieder bei nationalistischen Strukturen, die den lange versteckten Rassismus in diesem Land wieder sichtbar zum Vorschein bringen.
Auch die Performancedarbietungen der Präsentationen zum MPA (Month of Performance Art) Berlin hatten Grenz- und Migrationspolitiken zum Leitthema. Hier wurde „gesprochen“ über Border Regimes, existenzialistische Fragen im Spannungsfeld zwischen Territorialitätsprinzip und Individuum, sowie über metaphysische Territorien.

Den Höhepunkt der territorialen Frage hat natürlich die im Sommer, zum 100. Gedenkjahr des ersten Weltkrieges, stattfindende Ausstellung „Krieg und Reaktion“ gebildet. Hierbei wurde der Versuch einer Visualisierung der umkämpften Territorien der Welt unternommen. Die Listung und Verortung der Kriege der letzten hundert Jahre auf einer Landkarte stellte klar, daß die Ära der großen Territorialkriege, die mit der Kolonialzeit vor Jahrhunderten begonnen hat noch lange nicht vorüber ist. Der Kampf um Gebiete und Vormachtstellungen bildet das Kontinuum des Krieges. Wie ein Perpetuum Mobile zieht sich der Krieg, nicht nur im symbolischen Sinne wie ein roter Faden durch die Geschichte. Durch den Krieg ist die Reterritorialisierung des Nationalstaates, oder eines imperialen Wirtschaftssystems abgesichert und bildet meist den Grundstein für die nachfolgenden Konflikte. Bestes Beispiel ist der Hindukusch, wo sich seit den Zeiten des „Great Game“ (seit über 200 Jahren) in mehr oder minder variierenden Abständen, die mehr oder minder gleichen „Global Player“ zum militärischen Showdown zusammenfinden. Die Schauplätze sind die gleichen, die Namen der Protagonisten ähneln sich, nur die Generationen sind andere.

P1030163 P1030164Die darauf folgende Ausstellung war ein Projekt aus Hamburg: „Gefahrengebiet“ bei dem es um das gleichnamige, durch die Hamburger Polizei ausgerufene, urbane Territorium ging, in dem temporär der polizeiliche Notstand etabliert wurde. Dies bedeutet auch in Zukunft, denn der Zustand kann jederzeit wieder ausgerufen werden, dass Menschen auf Verdacht hin angehalten, kontrolliert oder auch festgenommen werden können. Diese Willkürlichkeit wird mit der Sicherheit des Staates und der öffentlichen Ordnung begründet, greift aber mit polizeistaatlichen Mitteln ins zivile urbane Leben ein. Ein Ausnahmezustand erzeugt eine Reterritorialisierung von Seiten des Staates, wie man sie aus Militärdiktaturen und repressiven autokratischen Systemen kennt, weit entfernt von einer zivilen Demokratie.

„Hidden Agenda“ heißt die kommende Ausstellung, in der der koreanische Künstler Jae Hyun Yoo die Auswirkungen des politischen und ideologischen Grenzkonfliktes zwischen Nord- und Südkorea untersuchen wird. Eine durch die Wirren der heißesten Phase des „kalten Krieges“ entstandene geopolitische, territoriale Bruchstelle, die unvermindert bis in unsere Tage hineinreicht und ihr Spannungsfeld über den ganzen Globus zieht. Die markanteste historische Territorialfrage unserer Ära, die auch heute noch eine erschreckende Aktualität besitzt.

P1030201Im Gegensatz zu diesen großen geostrategischen oder politischen Fragen kann die Arbeit um das Territoriale auch einen Bezug aus dem persönlich, privaten Umfeld haben, wie es zum Beispiel die Küche, als symbolischer Austragungsort des Geschlechterkampfes ist. Dieser Frage ging die finnische Künstlerin Jaana Kokko in ihrem experimentellen Projekt „How to show? Lab for research and art“ nach, indem sie die soziologischen Auswirkungen der Implementierung des Models der „Frankfurter Küche“ untersuchte. Die Küche als das Territorium indem sich Privates und Öffentlichen zumindest in der Wahrnehmung stark überschneidet.

Nichtsdestotrotz wird auch hier wieder die Grenze verwässert, gebrochen und neu definiert, wenn wir die Küche als einen Schauplatz des Disputes um Macht und Unterwerfungsrollen in der Genderdebatte betrachten.

P1030204Interessant ist der Begriff auch aus dem philosophischen Blickwinkel heraus, wenn wir von der Idee der Aufhebung dessen, was wir unter Territorium verstehen, ausgehen. Der Begriff der Deterritorialisierung wie er von Deleuze und Guattari geprägt wurde, beinhaltet gewisse ethische Formeln die durchaus eine praktische Anwendung finden können. Hier geht es um die Dekonstruktion von Nationalismen (als repräsentative Hierarchiesysteme) und somit letztendlich um die Bekämpfung von Rassismen, die aus hermetischen, ethnozentristischen Machtgebilden heraus entstehen.

P1030236 P1030254Deterritorialisierung bedeutet die Schwächung einer Verortung von Kultur an einem geografischen Ort und gleichzeitig die Schwächung eines nationalen Gedanken. Eine Deterritorialisierung der Kultur öffnet die Grenzen und Schranken welche die Menschen voneinander entfremden. Jedoch muss immer der Gedanke einer marxistischen Umverteilung der Ressourcen mit gedacht werden, denn eine Deterritorialisierung im Sinne multinationaler Wirtschaftsinteressen würde die totale biopolitische Kontrolle des Planeten und der Gesellschaften bedeuten, auf dessen bestem Wege uns wir derzeit befinden. Diese Deterritorialisierung, im Sinne einer progressiven Metanationale kann gebildet werden durch die (dualistische) Dynamik des Prozesses selbst, welcher der Deterritorialisierung zu Grunde liegt, nämlich einer Reterritorialisierung (Dekonstruktion und Neupositionierung) dessen was mehrheitsgesellschaftliche Norm ist, durch das Individuum. Dieses Konzept bildet die Grundlage von – personal territories – indem jeder seine eigenen „Hoheitsgebiete“ auslebt, beschreibt und markiert, wie es ja eigentlich im GG in Art. 5 verankert ist – quasi eine Rückeroberung des öffentlichen Raumes. Das Rhizom vieler „personal territories“ bildet so etwas wie in der „Temporären Autonomen Zone“ (6) von Hakim Bey beschrieben, wo eine kritische Masse einen temporären, juridischen und hierarchischen Freiraum erzeugen kann, ein ‚Anti-Territorium‘ sozusagen, wo die Verantwortung vom staatlichen Gebilde auf die breite Masse der beteiligten Individuen übergeht.
Dies dualistische Dynamik erscheint bei erster Betrachtung paradox, wenn man es jedoch näher untersucht ergibt es Sinn, denn das ziehen eigener Grenzen, welches ein Schließen und Öffnen der selbigen bedeuten muss – also ein fluktuierender dynamischer Prozess des Austausches -, lässt Sensibilität entwickeln für die Linien und Grenzen anderer Menschen und anderer Kulturen ohne Exklusion zu betreiben. Persönliche Territorien pendeln zwischen privatem und öffentlichem Bereich, immer in rhizomatischer Bewegung und ständigem Polylog (7). Für eine progressive Perspektive gilt es Schnittmengenbewusstsein zu entwickeln, über eigene Grenzen hinaus zu denken.

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Text by Pablo Hermann, September 2014

PERSONAL TERRITORIES
mit Yuki Jungesblut, Rola Khayyat und Ahmed Zidan, Sharon Paz, Petra Spielhagen, Chryssa Tsampazi
curated by Kerstin Karge and Sharon Paz

Exhibition: till October 25, 2014
Opennig Hours: Thu-Sun, 3-7 pm

okk/raum29
Prinzenallee 29, 13359 Berlin (U8 Pankstraße, S Bornholmer Straße)
www.kritische-kunst.org

Anmerkungen:

Gilles Deleuze & Felix Guattari: Anti-Ödipus. Kapitalismus und Schizophrenie I. Suhrkamp Verlag,
Frankfurt 1974

Stefan Günzel: Deleuze und die Phänomenologie, in: Phainomena. Journal of Phenomenology and Hermeneutics XXII/84-85, Hrsg: A.T. Komel und H.R. Sepp, Lubljana Nova Revija Verlag, S. 163

Jean Baudrillard, Die göttliche Linke. Chronik der Jahre 1977 – 1984, München 1986, S. 114

Karl Anton Fröschl, Seminar über „Ökonomie der Informationsgesellschaft“ – Territorien und Fluchtlinien, Universität Wien HYPERLINK „http://homepage.univie.ac.at/karl.anton.froeschl/ts_zgwi_material/muehlbergerco/Territorien_und_Fluchtlinien.htm

Darknet: (englisch für „Dunkles Netz“) beschreibt in der Informatik ein Peer-to-Peer-Netzwerk, dessen Teilnehmer ihre Verbindungen untereinander manuell herstellen (in diesem Fall der Installation die Rechner selbst!). Dieses Konzept steht im Gegensatz zu konventionellen Peer-to-Peer-Netzwerken, bei denen zumeist die Verbindungen zu den Clients fremder Personen automatisch und willkürlich initiiert werden. Im Ergebnis bietet ein Darknet ein höheres Maß an Sicherheit, da einem Angreifer der Zugriff auf das Netzwerk nicht ohne weiteres möglich ist – oder er im Idealfall gar nichts von der Existenz des Netzwerks weiß. HYPERLINK „http://de.wikipedia.org/wiki/Darknet

Hakim Bey: TAZ: The Temporary Autonomous Zone, Ontological Anarchy, Poetic Terrorism (1991) Edition ID-Archiv, Berlin 1994
HYPERLINK „http://de.wikipedia.org/wiki/Temporäre_Autonome_Zone

Polylog: beschreibt den Prozess des kritischen, interkulturellen Philosophierens. Im Vordergrund stehen grundlegende Fragen, die es ermöglichen, zu verbindlichen Erkenntnissen zu gelangen und diese „ausdrückbar“ zu gestalten. Dazu gehört, die bisher vorherrschenden Denkweisen zu hinterfragen und zu verändern. Die Begrifflichkeiten und Systeme europäisch/abendländischen Philosophierens erweisen sich als kontingent, ihr Universalanspruch ist nicht länger zu rechtfertigen.
HYPERLINK „http://de.wikipedia.org/wiki/Interkulturelle_Philosophie

zusätzliche Literatur:
– Robert Seyfert, Territorium: Terra, die Erde; Webblog, Dresden 2002 HYPERLINK „http://www.dasgefrorenemeer.de/no2/terra_de.html

– Prof. Dr. Niels Werber: Lehrstuhl Neuere Deutsche Literaturwissenschaft I, Universität Siegen, Abhandlung: Intensitäten des Politischen,Tausend Plateaus von Gilles Deleuze und Felix Guattari und Kontrolliert von Rainald Goetz
HYPERLINK „http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/niels.werber/Goetz.htm

– Prof. Dr. Stephan Günzel: Deleuze und die Phänomenologie
 HYPERLINK „http://www.stephan-guenzel.de/Texte/Guenzel_DeleuzePhaenomaenologie.pdf