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AUTOMATIC DREAMS in der Galerie Wundersee

Fotocredit Thomas Riedel aka Droidboy

Ein großer Stratege war ich nie, gerade in der Kunst verhielt es sich oft so, dass Dinge wenn sie mal als Idee ausformuliert und in die Umsetzung gehen sollten, eigentlich schon ihren Reiz verloren hatten. Es wurde dann Arbeit, und gleichwohl ich eigentlich gar nichts gegen Arbeit habe, wollte ich das in der Kunst eben nie. Kunst das war und ist für mich eine mäandernde Sound-, Text- und Bildspur die sich mal lauter und mal leiser durch das Leben zieht, die manches aufnimmt, vieles reflektiert und vor allem aber Energien als Artefakte externalisiert.

Die Dinge tun um sich von ihnen zu lösen und damit Raum für Neues zu schaffen, dass war immer ein Weg für mich. Das Netz ist dafür gut geeignet, die digitalen Werkzeuge sind billig, schnell aber dennoch mächtig und über das Internet gehen die Sachen zügig und einfach raus. Ich mochte das immer gerne künstlerisch so zu arbeiten, eben ohne große Planungen und wenn ich doch mal welche machte verwarf ich sie meistens, sobald das Interesse für neues Anderes geweckt wurde.

Fotocredit: Andreas Wundersee

Nicht immer ist das klug so zu arbeiten, strategisch sinnvoll schon mal gar nicht, aber man kann sich daran gewöhnen und damit arrangieren. Und wenn man dann so über die Jahre seine eigenen Marotten erkennt, und beginnt mit- statt gegen diese anzuarbeiten, dann kann auch daraus mit der Zeit eine Qualität entstehen. Die Dinge laufen und sich mit ihnen treiben lassen, im richtigen Moment reagieren und zupacken, das führt manchmal weiter als mit einer Welt zu planen die zwar ausgesprochen statisch, aber nicht unbedingt stabil erscheint derzeit.
Und so ist die Vorgeschichte zu dieser Show eben auch keine bei der es zu Beginn ein stringentes, kuratorisches Konzept gegeben hätte, welches dann anhand von künstlerischen Positionen ausformuliert werden sollte. Es lief so, wie es in der Kunst und im Leben eben gerne läuft und meiner Ansicht auch am schönsten und produktivsten ist: Eine Künstlerin und ein Künstler kommen in Kontakt, tauschen sich zu den Themen an denen sie arbeiten aus, ein dritter Künstler kommt über eine abseitige Projektkooperation dazu und in der Zwischenzeit macht ein Vierter eine Galerie auf.

Fotocredit: Thomas Riedel aka Droidboy

Man redet, tauscht sich aus, plant, überlegt was da jetzt geiles machbar sein könnte in den schönen neuen weißen Räumen und was strategisch sinnvoll wäre. Irgendwann gibt es dann ein VideoZoom in dem alle ihre Arbeiten zusammen werfen, um fest zu stellen, dass es erstaunlich gut zu einander passt.

Fotocredit: Thomas Riedel aka Droidboy

Und natürlich ist das kein Wunder, weil das Interesse ja wechselseitig verläuft, die Werke immer aus diesem heraus entstehen und die einzelnen Subjekte engstens mit ihrer Kunst verknüpft sind. So entsteht dann aus diesen Konstellationen ein Informationsfeld, welches zu erst über das Netz aufgeladen und dann in den Räumen der Galerie als Ausstellung entfaltet wird. Dort im IRL werden dann neue Schnittmengen und Berührungspunkte sichtbar, die Arbeiten treten in Dialog miteinander und das Ganze verdichtet sich im besten Falle zu einer Art von multimedialem Gesamtkunstwerk mit eigener Qualität.

Fotocredit: Thomas Riedel aka Droidboy

Am Ende sieht das – wenn man ein bisschen Erfahrung damit hat – stringent geplant und durchdacht aus, obwohl man sich ja nur mit den Leuten zusammen getan hat die man gut findet. Und so ist das auch geschehen in der Galerie Wundersee und in der aktuellen Show, die eigentlich Ihren Anfang damit nahm das Gretta Louw mir im Frühsommer des Jahres 2021 eine freundliche E-Mail schickte, mit der Frage ob man sich nicht mal unverbindlich austauschen wolle.
Das haben wir getan, und das Ergebnis seht Ihr hier…

Fotocredit: Thomas Riedel aka Droidboy

Die Show Automatic Dreams läuft noch bis mindestens Ende Januar in der Galerie Wundersee.
Für die kommenden Wochen sind noch verschiedene Gespräche über die Show und die Arbeiten geplant, es wird über die regulären Social Kanäle informiert werden.

Eine gemeinsam für die Show aufgelegte Edition ist über den Shop der Galerie Wundersee online erhältlich ist.

Edition Florian Kuhlmann, Gretta Louw, Sebastian Schmieg – Digitaldruck Auflage 20 +1, 50x35cm

AUTOMATIC DREAMS
Florian Kuhlmann, Gretta Louw, Sebastian Schmieg

Galerie Wundersee
Fürstenwall 124,
40217 Düsseldorf

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag von 12 bis 18 Uhr
Samstag von 12 bis 16 Uhr