NFTs – Technologiebasierte Einzigartigkeiten als Antikunst

Mit dem aktuell so gehyptem Phänomen der Nonfungible Tokens, kurz NFTs, entsteht neben dem etablierten Sozialsystem Kunst eine neue, technologische Basis die in der Lage ist eine der zentralen Aufgaben des Kunstsystems anonym und effizient zu organisieren: Die fälschungssichere Beglaubigung von Original, Einzigartigkeit und den Besitzverhältnissen von Kunst.

Kennen sie diesen Mann hier? Vor etwas mehr als 20 Jahren wurde er von der Mehrheit der damals etablierten Händler für seine merkwürdige Idee belächelt Bücher über das Internet verkaufen zu wollen. Nun 2021 da der Einzelhandel darbt und die Innenstädte veröden, ist den allermeisten seiner damaligen Spötter das Lächeln vergangen, während sein Unternehmen vor Kraft kaum laufen kann weil die Gewinne nur so sprudeln. Der Rest ist Geschichte, die sich zwar nicht eins zu eins wiederholt, aus der man aber dennoch lernen kann, wenn man denn möchte. Und ich bin der Meinung die aktuellen NFT-Spötter unter den Künstlern und in den Institutionen des Kunstsystems, die mit dem Festhalten an Aura, Original und Unikat lange Zeit erfolgreich ihre Bastionen gegenüber den Disruptitionskräften der kapitalistischen Digitalisierung verteidigen konnten, sollten dies tun. Zumindest aber, so glaube ich, sollte man sich dort einmal mit der Frage beschäftigen, ob man sich in ein paar Jahren nicht vielleicht doch auch in einer ähnlichen Situation befinden könnten, wie es etwa der lokale Einzelhandel in Bezug auf dem Ecommerce heute ist.

Mit dem Erscheinen von NFTs auf der digitalen Bühne ist neben den etablierten Händlern, Messen und Museen nun ein ganz neuer Player erschienen, der nicht nur den Kunsthandel revolutionieren, sondern auch die etablierten Mechanismen der Kunstwerdung und Setzung nachhaltig umgestalten könnte. Denn NFTs sind mehr als Bezahl- und Verwaltungssystem, die Idee dahinter verfügt über eine im Kapitalismus herausragende Macht, die offiziell den Künstlern, in Realität aber dem komplexen sozialen System der Kunst vorbehalten war: NFTs sind in der Lage im Zusammenspiel aus Kryptogeld, Blockchain und Publikumsnachfrage einzigartige Entitäten, sprich Originale, zu beglaubigen. Das auch noch ausgerechnet dort, wo bis vor Kurzem nur die unendliche verlustfreie Reproduzierbarkeit vorherrschte, im Netz. NFTs erschaffen blockchainbasierte Einzigartigkeiten und definieren neu was echt und was falsch ist, vor allem aber wem das gehört.

Damit ist relativ unbemerkt neben dem sozialen Kunstsystem ein weiteres technosoziales System entstanden welches in der Lage ist distinkte, unveränderliche und darüber hinaus fälschungssichere Zustände aus der Masse der gleichen Dinge heraus zu erschaffen. Und während es zu Beginn der industriellen Revolution noch die Künstler waren die sich dieses Privileg durch geschickte Schachzüge sicherten, definiert dies nun der Mark in seiner reinsten Form, in dem dieser sich in Form von fälschungssicheren Unikate im wahrsten Sinne des Wortes in die Blockchain einschreibt.

Die Frage die sich nun stellt, ist wie sich das neue System in das Bestehende einfügt, ob es sich überhaupt einfügt, ob es eine Koexistenz geben kann oder ob es nicht doch, wie aktuell im Einzelhandel zu beobachten, zu einer brutalen Verdrängung kommen wird.
All denen die nun müde lächelnd meinen das könne ganz sicher niemals passieren, weil Kunst ja etwas ganz eigenes mit besonderen und sehr speziellen Regeln sei, dem möchte ich noch einmal kurz diesen Herrn in Erinnerung rufen, hier auf diesem Bild zu sehen vor seiner Zeitung, der altehrwürdigen Washington Post die er aus der Amazon Portokasse zum Gegenwert von schlappen 3,67 ‚BEEPLE – THE FIRST 5000 DAYS‘ erworben hatte.

Und auch wenn der aktuelle NFT-Hype den Weg aller Hypes und damit sicherlich noch Mal zurückgehen wird, so wird das Thema dann im zweiten Schub mit voller Kraft zurück kehren. Ich wage die These, dass es auch hier mit der Digitalisierung genauso laufen wird, wie es mit allen Digitalisierungsschüben der letzten 30 Jahre lief: das Bestehende wird zumindest teifgreifend transformiert, nicht selten aber auch verdrängt.
Spätestens seit diesem Jahr 2021 hat die Sache massive an Fahrt aufgenommen und wird wohl – so ist zumindest meine und die allgemeine Einschätzung in meiner Bubble – bleiben. Die Blockchain Technologie und damit die darauf basierenden NFTs haben sich aus einem Nischendasein in das breite Bewusstsein hinein entwickelt, vorangetrieben natürlich durch die extreme Wertsteigerungen des Bitcoin, befeuert durch darauf basierende unglaubliche Spekulationsgewinne mit Cryptowährungen, sowie einem gleichzeitig erodierenden Vertrauen in die Verlässlichkeit und Handlungsfähigkeit von Staaten, Zentralbanken und den zugehörigen Institutionen. Und dieser Vertrauensverlust in Politik und Institutionen, kombiniert mit der steten Lust an der schöpferischen Zerstörung und darauf basierender Gewinne wird die Suche nach Alternativen auch in den kommenden Jahren weiter vorantreiben.
Gleichzeitig wird die Blockchain Technologie in Verbindung mit Internetprojekten wie Elon Musks Starlink vor allem in Dritte Welt Staaten und Schwellenländern ihre Kraft entfalten, in dem dort auf einmal die Möglichkeit entsteht Eigentumsverhältnisse zu organisieren wo dies vorher nicht möglich gewesen ist.
So haben nach Angaben der Weltbank mindestens 50 Prozent der lateinamerikanischen Bevölkerung kein Bankkonto und damit keine Möglichkeit, ihr Geld zu schützen. Gleichzeitig verfügen nur etwa über 113 Millionen Menschen über eine Bankkarte. Im Vergleich zum Internet, mit dem 387,2 Millionen Menschen täglich verbunden sind. In solchen Konstellationen macht Blockchain und Fintec nämlich durchaus Sinne und erfährt damit natürlich auch die notwendige Akzeptanz.
Während der Kapitalismus in den Hochtechnologienationen in den kommenden Jahren wohl eher einer kollektivistischen Transformation unterliegt, werden die Regionen der Schwellenländer weiter ihr Glück in Wirtschaftswachstum und einer prosperierenden Ökonomie suchen. Nicht auszuschließen ist dabei, das Projekte wie Dekolonialisierung von Kunst im Zusammenhang mit der Blockchain die nächste Generation von NFT-Künstler in Äthiopien, Bangladesch oder im Amazonas Urwald heranreifen lässt, während die klassische westliche Kunst mit dem verschwindenden Einfluss des Bürgertums in Europa und USA eher ein Nischendasein fristen wird bzw sich immer stärker mit dem Feld des politischen Aktivismus vermengt und eventuell darin auflöst, so wie Wolfgang Ullrich das bereits in seinem Essay zu einem möglichen Schisma der Kunst treffend beschrieben hatte.

Mit der Entwicklung der NFTs etablieren sich nun Strukturen, die Abseits und unabhängig vom Kunstsystem mit seinen komplexen sozialen und politischen Regeln in der Lage sind, Unikate zu beglaubigen und damit zu erzeugen. Natürlich ist die damit verbundene Vorstellung einer angeblichen Demokratisierung von Kunst propagandistischer Unsinn, wird damit nicht jeder zum Künstler und nicht alles zur Kunst (das hatten wir ja schon). Aber jeder Internet User mit ausreichend sozialem Kapital, Followerpower und Reichweite, wird nun zum potentiellen Erzeuger von digitalen Originalen und zwar ganz ohne sich dem elitären Dünkel, den komplizierten Netzwerken der Kunstwelt andienen zu müssen – (hello again Autonomieversprechen). Museumsdirektoren, Kuratoren, Galeristen und andere Gatekeeper des Kunstbetriebs haben aktuell keinen oder wenn dann nur wenig EInfluss auf die Wertschöpfungs- und Werdungsprozesse der NFT-Welt, es wird sich zeigen wem es gelingt hier einen Fuß in die Tür zu bekommen, so wie es etwa der Galerist Johann König zusammen mit der Kuratorin und Kritikerin Anika Meier aktuell versucht hat.

Es bleibt abzuwarten wie sich all das weiter entwickelt und wer in diesem Spiel in Zukunft die Regeln gestalten kann, und natürlich werden sich auch hier neue Machtstrukturen herausbilden die definieren wollen was gut und was schlecht ist. Die entscheidende Frage für die Protagonisten des etablierten Kuntssystems ist aber ob es zu einer Synthese aus dem Etablierten und dem neuen digitalen Sytem kommen wird, oder ob es auf einen Wett- und Verdrängungswettbewerb hinaus läuft.
Denn es ist nicht auszuschliessen, dass sich der ästhetische Wert der NFT-gehandelten Werke auch aus der Ablehnung von Seiten des etablierten Kunstsystems speist, dass Kyptowerke also gerade deshalb so erfolgreich sind, weil sie nicht Kunst sein wollen. Neu wäre es nicht, die Kunstgeschichte ist voll von diesen Brüchen zwischen Kunst und Antikunst.

Dem Wesen der Kunst selber ist all das natürlich erstmal gleich, es wird in irgendeiner ästhetischen Form überdauern, sich anpassen und sich auch in Zukunft immer wieder dahingehend neu erfinden, in dem Kunst eben die Formen annimmt die den Umständen und Anforderungen der Zeitgenossen entsprechen. Dem aktuellen Kunstsystem, den Institutionen und den darin agierenden Protagonisten die zur Subsistenzsicherung auch in Zukunft auf die bestehenden etablierten Machtstrukturen angewiesen sind, kann all das aber vielleicht doch nicht ganz so gleichgültig sein, sie müssen sich wahrscheinlich in irgendeiner Form mit diesem Wandel auseindersetzen wenn sie überleben wollen.

Vielleicht werden sich Sehgewohnheiten in ganz banaler Weise ändern und nur das noch ästhetisch, visuell reizvoll erscheinen was vom Licht der Displays erleuchtet wird, oder vielleicht wird bald nur das noch einen Wert haben was inhaltlich die Narrative und Kontexte der Netz, Krypto und Gamingkultur reflektiert, weil eben das die Kontexte sind in denen sich unser hybrider Alltag nun abspielt.

ART LOOK MUCH BETTER ON, Florian Kuhlmann im Museum der bildenden Künste, Leipzig, „Link In Bio“, 20219


Sollte eine Koexistenz der beiden Systeme nicht funktionieren, scheint das technologiebasierte NFT-System aktuell im Vorteil, benötigt es doch nicht die komplexen sozialen Interaktionen der Kunstwerdung um Originale zu erzeugen, sondern schafft diese eben direkt global zugänglich im Netz, dort wo der Markt sie von überall aus annehmen kann.

Abschließen bleibt anzumerken, dass Kunst und Kunstmarkt natürlich nicht immer gleich zu setzen sind, dass es durchaus interessante, wichtige künstlerische Werke, Ästhetiken, Programme und Prozesse gibt, die nicht vom Markt erschlossen sind, sich ich auch nicht erschließen lassen, und dass wie hier eben nicht über das bereits so oft angekündigte Ende der Kunst sprechen. Auch über die ästhetische Bewertung inklusive der zugehörigen Narrative und Kontexte der NFT-gehandelten Werke, inklusive der Frage ob diese Kunst sind – Spoiler: ja sie sind es weil sie als solche von Menschen anerkannt werden – ist natürlich separat zu diskutieren.
Wenn es aber darum geht zu definieren welche zeitgenössische Kunst die wertvolle und damit eben doch in den allermeisten Fällen die gemeinhin relevante ist, kommen wir um den Markt mit seinen besonderen Regeln nicht umhin. Und diese Regeln basieren maßgeblich auf dem Faktor der Einzigartigkeit und der Idees der Aura des Originals, die nirgends so ausgeprägt war wie in der Kunst, was wiederum kontrollierte Knappheit garantierte, den etablierten Gatekeepern die Macht sicherte und zu exorbitanten Preisen führte. Dieses Privileg der Verknappung von Unikaten, garantiert durch das einzigartige Wesen des sozialen Systems der Kunst steht nun aber zumindest zur Disposition.

fk im juni 2021

Im Gespräch mit Thomas Zitzwitz über das Sammeln und Produzieren von NFTs

Der Kölner Künstler und Kurator Thomas Zitzwitz sammelt und experimentiert mit NFTs. Die Verbindung zu ihm kam über das letzte Projekt Roland Schapperts bei David Behning zu stande, auf sein NFT Engagement bin ich dann allerdings erst eher zufällig via twitter aufmerksam geworden. Und da ich aktuell – wie sagt man derzeit so schön – ziemlich bullish bin was NFTs angeht, war ich neugierig und wollte mehr wissen. Dankenswerterweise hat sich Thomas die Zeit genommen mir ein paar Fragen zu beantworten.

Pupila Dilatada Flyer –
PSYCHEDELIC CRYPTOART SHOW MARCH 25 2021

fk: via twitter habe ich gesehen, dass du dich mit NFTs beschäftigst, sowohl als sammler als auch als produzent. ist das richtig und was interessiert dich generell am thema NFTs?

tz: Der Hype um NFTs hat bestimmt viel mit der Corona Pandemie zu tun. Zur Zeit ist es nur sehr eingeschränkt möglich, originale Kunst zu sehen. Es bleiben Online Viewing Rooms der Galerien, Messen, Museen, Instagram und Co. und eine schier endlose Anzahl von PDFs, die täglich ins Email-Postfach flattern. Sehr schnell ermüdet man auch als hartgesottener Kunstbegeisterter, sei es als Sammler*in oder als Künstler*in.

Als Künstler interessierten mich schon immer die aktuellen Strömungen in der zeitgenössischen Kunst. Ich habe 1992 an der Hochschule für Gestaltung im Gründungssemester mit dem Studium der Medienkunst begonnen. Früh habe ich mich für neue Formen in der Kunst interessiert, als Künstler insbesondere für die Video- und Klanginstallation und eine neue Form, die ich Situation mit Geruch genannt habe.

Wenn ich mir Kunstwerke anschaue, die auf den Plattformen hicetnunc.xyz, foundation.app, makersplace.com oder superrare.co gezeigt werden (um nur einige „Ausstellungsorte“ zu nennen), so sind diese in einer Blockchain als NFTs per Zertifikat hinterlegt. Ich schaue mir also das originale Kunstwerk auf meinem Computerbildschirm an, auch wenn ich in Zeiten von Corona während der Ausgangssperre auf meinem eigenen Sofa sitze und nicht in die Museen, Galerien und Kunstvereine gehen kann. Das hat für mich einen besonderen Reiz, denn ich schaue mir ja nicht die Kopie, das Foto oder die Dokumentation einer Malerei, Skulptur, Installation oder eines Filmes an, sondern das Original.

Dabei möchte ich nicht verschweigen, dass mich nur sehr wenige NFT-Kunstwerke ansprechen oder begeistern. Aber es gibt diese durchaus, und das Entdecken eines solchen Werkes ist es manchmal wert, dass ich mich durch Hunderte, ja Tausende von Arbeiten in rasendem Tempo geklickt habe. Ich denke aber auch, dass wenn die Pandemie überwunden ist, und ich wieder Ausstellungen, Biennalen und Messen besuchen kann, der Reiz von NFT-Kunstwerken abnehmen wird. Ganz verschwinden wird er aber bestimmt nicht.

(= Smiley Face =) by Cazé Teko

fk: von nicht wenigen künstlerinnen und künstlern wird aktuell mit viel engagement in richtung NFTs polemisiert. man bezeichnet diese gerne als turbokapitalistische, sinnentleerte, reine spekulationsobjekte in denen das schlechteste aus der kunst akkumuliert. wie nimmst du das phänomen derzeit wahr?

tz: Die Kritik kann ich verstehen, da auf dem Gebiet der NFTs sehr viel Spekulation im Spiel ist. Auch die aberwitzigen Kursschwankungen der Kryptowährungen verstärken diese. Andererseits gibt es aber auch in der sogenannten traditionellen Kunstwelt viel Spekulation, ich erinnere nur an die nach Jerry Saltz benannte Blase des Zombie Formalismus in der abstrakten Malerei.

Ich persönlich habe bisher nur sehr wenig teure als NFT hinterlegte Kunstwerke gefunden, die mich wirklich interessieren. Eigentlich gar keine. Momentan sind die Arbeiten, für die ich mich als Sammler interessiere im Vergleich zum Durchschnittspreis der auf einer Art Basel gehandelten Werke geradezu absurd preiswert. Dies kann sich natürlich auch schnell ändern. Wir Künstler*innen haben darauf meist keinen Einfluss und sind oft die Leidtragenden dieser Spekulationsblasen. Hier sehe ich aber keinen Unterschied zwischen NFT- und herkömmlicher Kunstszene, nur dass die erstere noch in den Kinderschuhen und wahrscheinlich in einer Art anfänglichem Hype steckt.

Kritik an NFT-Kunst sehe ich vor allem bezüglich des Umweltschutzes als gerechtfertigt an. So verbraucht das Herstellen eines einzigen NFTs auf der Etherum Blockchain sehr viel Energie. Es gibt aber Konzepte, die diesen Energieverbrauch auf ein Minimum reduzieren, so das „Minten“ auf der Tezos Blockchain für die Hicetnunc.xyz Plattform.

fk: welches sind deine derzeitigen lieblingsstücke und von wem? 

tz: Mich interessieren zum einen vor allem künstlerische Arbeiten, die den spezifischen Möglichkeiten von NFT-Kunst gerecht werden. Dies sind Werke, die bisher der Medien-, Netz- Videokunst zugeordnet wurden. Arbeiten, die ich am Bildschirm wirklich als Originale erfahren kann. Hier sind die Möglichkeiten noch nicht erschöpft, und ich entdecke jeden Tag neue Arbeiten und Konzepte, die diese Möglichkeiten ausloten. Auch spannende interaktive Konzepte. Zum anderen interessieren mich digitale Kunstwerke aus den letzten 20-30 Jahren, die auf den aktuellen Plattformen auftauchen, die aber in der Vergangenheit schwer zu rezipieren waren, weil die Foren hierfür fehlten oder ein Schattendasein führten.

INFINITE LAND –
infinite land of thousands and thousands and thousands of digital dreams. for the 552 × 736 2021 by @renatachebel. #OBJKT4OBJKT #cleanNFT #NFTart #NFTartist #womenoftech #tezos $xtz

fk: wie findest du reizvolle neue NFTs und wo? 

tz: Zunächst musste ich mich eine ganze Weile lang im Dschungel der verschiedenen Blockchains und Plattformen zurechtfinden und war enttäuscht, nichts Interessantes zu finden. Erst nach und nach habe ich Künstler*innen gefunden, die in dieser Szene aktiv sind und die mich wirklich begeistern. Meist sammeln wir Künstler*innen auch selbst die Arbeiten der anderen, und so konnte ich mich von einem zum nächsten Hangeln und habe so schnell Einblick in spannende Welten gefunden. Während dieses Prozesses habe ich auch Einblick in Bereiche gefunden, die ich in den Museen und Galerien eher selten gesehen habe, Bereiche aus der Illustration oder animierte GIF-Kunstwerke, Stop Motion, Glitch Art, Kunst die auf Videospielen basiert, you name it… auch Werke von Künstler*innen aus Gegenden dieser Welt, die in unserem westlichen Kunstkanon nur ganz selten auftauchen.

fk: du produzierst auch selber NFTs, welches sind deine aktuellen Arbeiten?

tz: Während der Pandemie habe ich zunächst eine Passion für das Malen von Aquarellen entwickelt. Viele meiner geplanten Ausstellungen und Messebeteiligungen waren abgesagt worden, und so machte es mir wenig Sinn, große Arbeiten zu malen, die mein Kölner Atelier blockierten. Die Arbeit an den Aquarellen hatte etwas Erfrischendes, etwas Leichtes und Befreiendes… zur Not konnte ich bei Ausgangssperren diese Arbeiten auch zuhause, in der Natur oder irgendwo anfertigen, wo ich auf Grund von Reisebeschränkungen gestrandet war. Und es war eine Herausforderung in diesem klassischen Medium etwas zu malen, das heute seine Daseinsberechtigung hat.

SoIsingthesongoflove – Julia set generated from a watercolor by Thomas Zitzwitz

Gleichzeitig wuchs auch die Zeit, die ich allabendlich vor meinem MacBook verbrachte. Hier stieß ich auf die NFT-Mania und dies war wie ein Sog für mich… zunächst konsumierte ich nur, kaufte und sammelte NFTs bis ich mich an meine eigenen ersten Versuche wagte… hierfür wollte ich etwas Neues machen und zunächst eher nicht meine früheren medialen Arbeiten benutzen. So berechnete ich aus meinen aktuellen Aquarellen sogenannte Julia Sets, die ich dann in kleiner Auflage für einen symbolischen Betrag für einige Tezos auf der mir am umweltfreundlichsten und künstlerisch auch interessantesten erscheinenden Plattform hicetnunc.xyz stellte. Im Nu waren diese verkauft und interessanterweise lernte ich hierüber wieder Sammler*innnen kennen, die an meinen Malereien interessiert waren… Vor allem konnte ich mich aber auch hierüber mit andere Künstler*innen austauschen, auch Dank dem neuen Clubhouse-Phänomen und der Twitter-Rennaissance…

fk: vielen dank für das gespräch und die damit verbundenen einblicke.

Anmerkung aus der perisphere: Um auf der Plattform hicetnunc.xyz eine der genannten Arbeiten zu erwerben braucht Ihr eine Tezo-taugliche Wallet (eine art Portemonnaie) für Eure Cryptowährung, in diesem Fall dann eben Tezo (Handelskürzel ist XTZ). Diese Währungen könnt ihr auf Plattformen wie crypto.com oder coinbase.com im Tausch gegen Fiatwährung (Euro, Dollar) erwerben. Wallets gibt es unter anderem als Browserextensions unter templewallet.com oder walletspire.com, außerdem auch als Desktop-Applikationen wie etwa https://cryptonomic.tech/galleon.html.
Und bitte: Alles was ihr tut, macht Ihr natürlich auf eigenes Risiko.

Mehr Infos zu Thomas Zitzwitz, seiner Arbeit und seinen NFTS finde ihr auf seiner Webseite http://www.zitzwitz.com/ und auf Instagram.com.

Links zu seinem neuesten NFT https://www.hicetnunc.xyz und hier zu seiner NFT-Sammlung auf https://www.hicetnunc.xyz/

Aethertalk im digital3mpire

2 Männer, 2 Bier, 2 Laptops, 1 Internet, 2 Sockel, 1 Whitspace.

Mehr braucht es nicht für dieses simple aber effektive Setup, das wir 2015 ‚Aethertalk I – Hamburg Rösrath‚ nannten. Ein schnelles, experimentelles Format, das ich in meinem damaligen Projektraum digital3mpire gemeinsam mit Kai Erdmann (Galerie Kai Erdmann) aus Hamburg and Johannes Thies aus Sexytown (Rösrathproject) ausprobiert habe.
Kürzlich auf dem Spielplatz im Gespräch zu dritt kamen wir dann irgendwie wieder drauf und stellten fest, wie eigentümlich gut dieses Setup in die aktuelle Situation und Zeit eigentlich passt.
Das Zoom-Bier war 2015 noch eine seltsam, skurile Idee, geboren aus einer Laune heraus, hat sich jetzt 2020 in gewisser Weise zu einer sozialen Institution entwickelt und gehört zum Alltag vieler UserInnen.
Unbewusst haben wir da eine Entwicklung anskizziert, die uns jetzt in der Gegenwart einholt und von der nicht so ganz klar ist, wie sie sich von hier aus weiter entwickeln wird. Absehbar ist aber, Zoom-Biere werden uns noch einige Zeit begleiten.
To be continued …

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Facefilter

Gesichtfilter-Apps hatte ich dato aus künstlerischer Perspektive eher nicht so auf dem Schirm. Ein Tweet letzte Woche mit Hinweis auf die neue Onlinegalerie des digital3mpire sollte das ändern, denn dieser entwickelte sich etwas unerwartet in einen twitter-Chat mit Philipp Meier über Gesichtsfilter und Autorschaft.
Zum Einstig der Tweet des Anstoßes:

Worauf Philipp dann in etwa wie folgt reagierte …

philipp meier @metamythos yeppo. habs gelesen. insbesondere gesichtsfilter gehen stark in diese richtung. vielleicht (noch) nicht (sehr) politisch. aber: diese community ist spannend, global. ein‘e kreateur‘in verliert quasi die hoheit übers werk; das sich die user‘innen effektiv zu eigen machen.

philipp meier @metamythos nach pokemon go ist das DIE speerspitze für die ganze AR-entwicklung. kann dir ansonten ne gesichtsfilter-entwicklerin aus basel empfehlen, die ‚aktivistisch‘ unterwegs ist (hyperlokal)

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inside ecologies – Alles ist connected

Wie ist die Welt wenn wir die Augen schließen oder einmal ganz wo anders hinschauen? Und was hat das mit Schulbrot und Kita zu tun? (K)eine Antwort gibt’s hier.

Budhaditya Chattopadhyay, „Decomposing Landscape“
Budhaditya Chattopadhyay, „Decomposing Landscape“

Über so umfangreiche und komplexe Projekte wie das hier soll man ja – sofern man denn überhaupt was darüber sagen kann – eigentlich nur schreiben, wenn im Original gesehen. Ich falle damit also eigentlich erstmal aus, gleichwohl mich schon interessiert was da im Weltkunstzimmer derzeit aufgebaut ist. Am Trigger würde es also nicht scheitern. Nur zeitlich hat es dafür bei mir eben leider bisher einfach nicht gereicht.
Einschulung, Herbstferien, Kindergarten und eine weitere, nun aber sicher auch letzte Geburt haben unseren Alltag einmal mehr ganz schön durch einander gewirbelt.
Und so war es dann wohl eben auch mal bissi ruhiger in der Perisphere die letzten Wochen und Monate, über diesen wirklich wunderbaren, fast endlos erscheinenden Sommer weg. Der Schrebergarten war tagsüber Ort der Wahl und Nachts wollte der Windelwechsel im Halbschlaf wieder gelernt werden. Sprich der Fokus hatte sich einmal mehr verschoben die letzten Wochen und Monate. Noch weiter weg vom Streben nach der sexygeilen internationalen Kunstkarriere hinzu zum Alltag zwischen Schulbrot schmieren und Kita.

Conrad Kürzdörfer/Brian Holden, Sustainer (2018)
Conrad Kürzdörfer/Brian Holden, Sustainer (2018)

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Raus aus dem binären Knast. Jetzt.

WIDER DEM DUALISMUS
WIDER DEM DUALISTISCHEN DENKEN
– UND NIX WIE RAUS AUS DEM BINÄREN KNAST

Eine freundliche Bitte in die Runde. Ich nehme, so wie sicherlich vielen von Euch auch, hier und auch an anderen Orten im Interwebs und in den Medien eine zunehmende Polarisierung und Verhärtung gedanklicher Positionen wahr.
Es ist eine seltsame Mischung aus Angst, Wut, Verzweiflung und gefühlter Ohnmacht die sich breit und uns alle irgendwie ganz kirre macht, die jedes intelligente, autonome Denken langsam zu ersticken droht und dazu führt sich gedanklich immer weiter in ideologischen Lagern zu verschanzen.

Dialoge werden damit aber immer schwieriger bis unmöglich. Bereits das stellen von Fragen oder das Thematisieren von Problemen erfährt, auch beschleunigt durch Twitters und Facebook, mittlerweile innerhalb kürzester Zeit eine unmittelbare und radikal beschleunigte Zuspitzung welcher man gedanklich eigentlich nicht mehr folgen kann. Es entsteht eine Kommunikationtsstream der zunehmend Like, Affekt und Triebgesteuert ist.
Zum Denken und Reflektieren braucht es aber Ruhe und zu weilen Abstand, weil nicht alles immer das ist, als was es im ersten Moment erscheint und weil reale Probleme vielschichtig sind, Realität aus unglaublich vielen Layers zusammen gesetzt wird, durch uns alle. Permanent.

Eines unserer grundlegenden Probleme wird dabei zunehmend der Dualismus, das darauf basierende dualistische Denken in vermeintlichen Symmetrien, und die binäre Logik der Maschine. Also die harte Unterscheidung in TRUE und FALSE, Richtig und Falsch.
Aus dem was in den guten Tagen der liberalen Gesellschaft einmal der demokratische Diskurs gewesen ist, wir zunehmend ein knallhartes Freund-Feind-Denken in dem fast alles in die einfachen Kategorie Gut und Böse, oder Richtig und Falsch unterschieden wird. Das Analoge in Form von Zwischentönen, Unschärfen und der Wirklichkeit naturgemäß zu eigenen Widersprüchen wird dadurch aber negiert, unser Denken damit immer weniger dem realen Geschehen gerecht.
Dabei weiß jeder von uns aus eigener Erfahrung sehr genau, dass nur in ganz wenigen Fällen B automatisch richtig weil A falsch ist. Denn das Binäre ist ausserhalb der CPU des Rechners allzu oft ein Trugschluss und nur bedingt 1:1 auf die Welt übertragbar.

Das bedeutet aber auch, wir müssen unbedingt damit aufhören uns in diesen gedanklichen Mustern zu bewegen. Wir müssen das offene unscharfe Denken wieder wagen, im Vertrauen darauf dass wir alle ganz OkaX sind, unser gegenüber eventuell mal anderer Meinung, deswegen aber nicht zwangsläufig ein überzeugter Links-Oder-Rechts-Faschist ist.

Wir müssen irgendwie wieder lernen besser zu ertragen, dass Wirklichkeit komplex ist, es auf Fragen zu weilen keine schnelle eindeutige Antworten gibt, nicht alles binär mit ja oder nein, richtig oder falsch bzw TRUE und FALSE beantwortet werden kann, dass die Perspektiven vielschichtig sind und dass manche liebgewonnenen Gewissheiten sich über die Jahre als Falsch herausgestellt haben können, dass Wahrheit immer wieder aufs neue verhandelt werden muss, weil es keinen Stillstand gibt und die Welt sich durch uns permanent verändert.

Wir müssen wieder viel mehr akzeptieren lernen, dass sowohl A als auch B und eventuell sogar C und! vielleicht auch noch D richtig sein können. Gleichzeitig aber alle vier Optionen aus einer anderen Perspektive eventuell komplett falsch sind.
Das ist anstrengend, auch nervig und das ist sicher nicht immer schön. Aber das Schöne zu sehen ist zu weilen einfach zu verlockend und lässt uns darüber leider oft vergessen das dahinter liegende Hässliche aber Notwendige zu Denken.

GEGEN EINE ÜBERMACHT DES DUALISMUS.
FÜR OFFENHEIT UND AUTONOMIE UND EIN DENKEN IN BEWEGUNG. JETZT.

( Diese Arbeit ist in High-Res frei zum Download verfügbar unter http://www.thenewproject.de und darf nach eigenem ermessen genutzt und verwendet werden. )

CTRL-S

Permanent hinterlassen wir auf den Festplatten der digitalen Archive die Spuren unseres Lebens. Suchmaschinen konzentrieren diese und halten sie kompakt und zugriffsbereit für Andere vor. Über die zeitgenössischen Netzwerke verknüpfen wir uns mit denen, die uns auf unserem Lebensweg begegnen und folgen ihnen weit über den Zeitpunkt der eigentliche Begegnung hinaus.
Was dem Pre-Internet Menschen noch möglich war, nämlich das verlassen sozialer Strukturen und Lebensräume, die Flucht vor der Vergangenheit und damit auch die Möglichkeit zum Neuanfang, wird für den Post-Internet-Menschen unserer Tage zunehmend schwieriger. Wir bleiben und stehen in permanentem öffentlichen Kontakt mit uns, den Anderen und dem was wir früher waren.

CTRL-S Florian Kuhlmann - Galerie Am Meer

Über das Netz entstehen Verbindungen, wo zuvor keine waren und es werden Sphären verknüpft, welche früher räumlich getrennt existierten. Information und Kommunikation sind derzeit so mobil wie selten zuvor. Gleichzeitig ist der Zugriff auf das gespeicherte und über die Netzwerke verbundene Wissen vergleichsweise trivial und schnell zu erledigen. Informationen, welche zuvor entweder gar nicht oder räumlich getrennt archiviert waren, liegen nur wenige Klicks voneinander entfernt vor.

Speichern und Publizieren von Momenten und diskreten Lebenszuständen ist Alltagshandlung geworden und gewinnt für die Konstruktion unserer Wirklichkeiten und der Entwicklung unser aller Historie immer weiter an Bedeutung. Permanente Formalisierung and Serialisierung analoger Prozesse sind ein elementarer Effekt der Digitalisierung der Welt.
Mit einem kurzen Tastendruck speichern wir unsere Lebensereignisse in Form von audiovisuellen Dokumenten, und zwängen sie in die jeweils dafür vorgesehenen Formate und Speicherstrukturen. Die Rauminstallation ‚ctrl-s in der Galerie am Meer, Düsseldorf‚ rückt diese Strukturen als zentrales Element metamoderner Wirklichkeitskonstruktion in den Fokus der Betrachtung.

Florian Kuhlmann
Düsseldorf, 02.10.2015

Virtual Reality: How To Survive The Hype. Eine Handreichung in 6 Schritten

Alle haben von den Algorithmen gehört, die uns in den sozialen Medien die Inhalte kuratieren. Wir sehen nur, was in unsere Komfortzone passt. Nun wollen Virtual Reality-Enthusiasten wahlweise die Innen- oder die Außenwelt, aber auf jeden Fall das Unbekannte erkunden. Welches Potential hat die Technologie für die Kunst, welche Utopien stecken dahinter? Und was muss man wissen, damit man den Hype um die interaktiven Welten übersteht?

Schwindelgefühlen und Übelkeit vorbeugen

Erst einmal: Wie reagieren Betrachter auf virtuellen Realität? Im Extremfall mit VR sickness. Eine ähnlich starke physische Reaktion auf Kunstwerke ist von besonders empfindsamen Betrachtern aus dem 19. Jahrhundert überliefert, die zum ersten Mal Caspar David Friedrichs “Mönch am Meer” gesehen haben. Heute eigentlich unvorstellbar. VR sick wird man, weil die körperlich empfundene Erfahrung nicht so recht mit dem Gesehenen zusammenfindet. Im Rahmen der Ausstellung ‚Perception is Reality: Über die Konstruktion von Wirklichkeit und virtuelle Welten‘ im Frankfurter Kunstverein lässt das Kollektiv Toast die Besucher derzeit Höhenangst erleben, obwohl sie fest auf dem Boden stehen. Die Gewissheit hat man, aber wenn man runterschaut, sind es 160 Meter bis zum Boden, zumindest virtuell. Auf einem schmalen Brett stehend, lässt sich in “The Plank Experience” ein erhabener Lustgrusel nacherleben. Ganz gefahrlos. Gegen die leichte Übelkeit hilft übrigens Ingwertee.

Toast-Plank_Experience-2016Toast, „Plank Experience“, 2016 Continue reading „Virtual Reality: How To Survive The Hype. Eine Handreichung in 6 Schritten“

Notizen zum digital3mpire 2017/11/24

(pic via https://twitter.com/darkstockphotos)

Das sich abzeichnende Verschwinden der Macht und Herrschaft aus dem direkten Blickfeld des Publikums scheint mir das, oder zumindest ein Kernelement des sich langsam herausdiffenzierenden politischen Systems des digital3mpire. Gleichwohl man hier ja eigentlich direkt zwei Dinge einwerfen muss. Erstens es gibt natürlich nicht das eine digital3mpire, sondern es werden sich der lokalen Kukltur entsprechende unterschiedliche Ausdifferenzierung automatisierter Herrschaft entwickeln. So wie es eben auch nicht einen Kapitalismus gibt, sondern unterschiedlich organisierte im Kern aber verwandte System. Zweitens stellt sich die Frage ob das digital3mpire eigentlich wirklich noch ein politisches System im uns bekannten Sinne ist, wenn man denn Politik als Gestaltung von Gesellschaft durch den Menschen (und nicht etwa durch Gott oder Natur) versteht. Es ist um es vorweg zu nehmen, noch nicht ganz klar ob es eine Machtverschiebung hin zu den Ingenieuren der Algorithmen und digitalen Systeme oder ganz zu den autonomen Systemen hin gibt.

Mischformen sind aber, natürlich so wie jetzt auch schon, möglich. Es ist anzunehmen, dass sich in Teilbereichen völlig autonome kybernetische Steuerungssysteme herausbilden, in deren Einflussbereichen dann Aporie herrscht, der Mensch sich also nur auf das Glück verlassen kann möglichst wenig mit Ihnen in Berührung zu kommen, oder falls denn doch, kein Opfer der Bugs die durchaus auch Feature sein können, zu werden.

Autonome Systeme wie Blockchains und A.I. aber auch simplere Algorithmen sind zentrales Element eines voll ausdifferenzierten digital3mpire. Wichtig im diesem Zusammenhang wird die Frage sein, ob und wenn ja wie Menschen die Hoheit über diese autonom verwaltenden Systeme erhalten können. Und natürlich ob es gelingt die sich dann dort akkumulierenden Möglichkeiten in Einklang mit der restlichen Gesellschaft zu bekommen.

The Materialist Postscript

Die Wahrnehmung der Wirklichkeit wurde durch Wiederaufnahme von zuvor insbesondere mit Konzeptkunst assoziierten Strategien und Theorien, durch Massenmedien und soziale Netzwerke, immer mehr auf die gegenständliche Sprache eines Kunstprojektes reduziert. Der Materialismus, die Theorie des steten Flusses und Austauschs von Materie und die damit einhergehenden ideologischen Debatten, haben ihre Allegorie in der Produktion und dem Konsum zeitgenössischer Kunst gefunden. Die stetig wachsendende Masse an Bildern, angetrieben durch Fortschritt in Technik und Kommunikation, scheint geeignet, das philosophische Versprechen eines ästhetischen Staates, regiert von der Macht der Sprache, zu erfüllen.

The Materialist Postscript greift Boris Groys Theorie eines Regimes sprachwissenschaftlicher Verbindungen, die eine gesellschaftliche Einheit zementieren, auf. Dabei betrachtet es sie vor dem Hintergrund einer zeitgenössischen Theorie der Repräsentation, in der Objekte, Zeichen und Symbole Elemente des materiellen Austausches sind.

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Abstrakt kodierte Bedeutung, symbolische Avatare von Kultur und Identität, Ikonen von Sieg, Niedergang und unvollendeten Vorhaben des dialektischen Materialismus, wie auch die visuellen Codes der Welt im Sinne eines materiellen Austausches machen Überlegungen zu den grundsätzlichen Prinzipien des Einsatzes von Sprache in globalen Netzwerken erforderlich und bilden damit die Vorlage für den Materialist Postscript.

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The Materialist Postscript zeigt Arbeiten, die, durch Fotografie, bewegte Bilder, Malerei und Installation, die Theorie der Sprache und Repräsentation in einer globalisierten Welt neu entwickeln.

The Materialist Postscript
15.01.2016 – 06.04.2016


Kuratiert von Intelligentsia Gallery, Peking
Mit den Künstlerinnen Jason Mena, Ju Anqi, Ren Zhitian, Xiao Xiao, Oliver Haidutschek, William Lee, Camille Ayme, Garcia Frankowski, Troyka Union (Lena Tsibizova, Olga Rodina, Anastasia Soboleva)

Galerie Philine Cremer
Ackerstraße 23
40233 Düsseldorf

http://www.philinecremer.com/

Opening .htaccess im #digital3mpire

;tldr – Eine Show am 06.03.2015 mit post- und postpostdigitalen Werken von Giulia Bowinkel & Friedemann Banz, Olia Lialina und Timothy Shearer featuring Nikolas Müller zu Immersion und Information in Düsseldorf Friedrichstadt.

hat eine Rezension zu .htaccess bei artblogcologne.com geschrieben und auf der Webseite des #digital3mpire gibt es die Dokumentation der Show.

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Der Computer des Jahres 2015 ist ein gefrässiges Ding. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat er sich vom exklusiven Militärapparat hin zum omnipräsenten Massenphänomen und Alltags-Gadget entwickelt. Die ehemals hausgroßen Rechner haben sich in immer kleiner werdende Geräte verwandelt, welche sich mit atemberaubender Geschwindigkeit minimalinversiv in unser aller Leben implementieren. Der Computer, das Netz, die damit verbundenen Devices und die zugehörigen Interfaces prägen unsere Kultur und unser Denken wie nur wenig andere Entwicklungen der Gegenwart und Vergangenheit. Treibstoff, Erzeugnis und Abfall der damit verbundenen psychosozialen Prozesse ist die Information. Sie ist die allgegenwärtige Droge unserer Zeit nach der immer größere Teile der Bevölkerung gieren wie der Junkie nach dem nächsten Schuss.

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.htaccess

Der Computer des Jahres 2015 ist ein gefrässiges Ding. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat er sich vom exklusiven Militärapparat hin zum omnipräsenten Massenphänomen und Alltags-Gadget entwickelt. Die ehemals hausgroßen Rechner haben sich in immer kleiner werdende Geräte verwandelt, welche sich mit atemberaubender Geschwindigkeit minimalinversiv in unser aller Leben implementieren. Der Computer, das Netz, die damit verbundenen Devices und die zugehörigen Interfaces prägen unsere Kultur und unser Denken wie nur wenig andere Entwicklungen der Gegenwart und Vergangenheit.
Treibstoff, Erzeugnis und Abfall der damit verbundenen psychosozialen Prozesse ist die Information. Sie ist die allgegenwärtige Droge unserer Zeit nach der immer größere Teile der Bevölkerung gieren wie der Junkie nach dem nächsten Schuss.
Der Zugang zu dieser Droge und die Kontrolle darüber ist die zentrale technopolitische Frage unserer Generation, um sie dreht sich das aktuell laufende Redesignprogramm des Kapitalismus. Die Interfaces sind das ultra-cleane Fixerbesteck des metamodernen Menschen, durch sie gelangt die Droge in unsere Gehirne um dort ihre disruptive Wirkung zu entfalten und sich bunt, schrill und hysterisch schillernd mit unserem Geist zu verbinden. Mit jedem Klick und jedem konsumierten Bit verwandelt sich das Wesen unseres Geistes ein Stück weiter vom biologischen zum synthetischen. Ein Teil dieses Transformationsprozesses ist die sukzessive und kontinuierliche Annäherung der Schnittstellen an unsere Körperoberfläche mit dem Ziel in diese einzudringen und sich unauflösbare mit uns zu verbinden.
Die Droge Information, der Prozess der Immersion und die Kontrolle darüber, werden damit zu den entscheidende Themen unserer Tage. Wie wollen wir uns mit der Maschine verbinden, wo liegen die aktuellen Schnittstellen zwischen Hirn und Prozessoren und wo sollen sich diese in Zukunft befinden? Viel wichtiger aber noch als die Frage des Wie: Wer darf über Funktion der Schnittstellen und den Fluss der Droge Information durch diese entscheiden?

.htaccess spürte diesen Fragen in gewohnt ungezwungen, lässiger Manier aber mit vollem Einsatz nach und bringt ausgewählte Künstler die schon lange an den Grenzbereichen dieser Fragestellung arbeiten und künstlerisch forschen an einem Ort, dem #digital3mpire in Düsseldorf, für eine Show zusammen.

 

 

 

Future of Memory – Sabrina Möller im Gespräch mit Nicolaus Schafhausen

Ein smartphoneloser kluger Freund meinte kürzlich, nachdem ihn Morgens auf dem Weg zur Arbeit ein von-seinem-smartphone-bereits-assimilierter Mann, mit den Augen aufs Display gerichtet fast umrannte, das sei doch irgendwie auch phänomenal. Man können den Wandel und die Verschmelzung der Gesellschaft mit dem neuen Medien täglich, quasi live, beobachten. Die Entwicklung wäre so schnell, dass sie wirklich sichtbar wäre. Und ich glaube da hat er recht. Das geht alles verdammt schnell.

Und von daher ist das ja eine wirklich berechtigte und sinnvolle Frage, wie sich denn nun das Erinnern in Zukunft gestalten wird, wo doch derzeit und überall so viel, aber auch so unsinnig, gespeichert wird. Was bleibt also hängen am Ende?

Darüber und über die Show The Future of Memory in der Kunsthalle Wien unterhält sich wie im Header angekündigt Sabrina Möller von artandsignature mit dem zuständigen Kurator Nicolaus Schafhausen. Hier.

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pics via https://www.facebook.com/MuseumOfInternet

das 3D von evapapamargariti.tumblr.com

das netz ist dann eben zu weilen doch ein dorf. heute mittag blogge ich noch was über panther.org bzw die arbeiten von EVA PAPAMARGARITI im roomtwo.html, und eben stelle ich unvermittelt auf twitter fest, dass die gute frau und ich wohl schon eine weile mit einander verschaltet sind. schöne sachen macht sie dort und auf ihrem tumblr, viel gif-animationen, viel video, das ganze mit einem ordentlichen schuss 3d-zauber.
gefällt mir sehr gut und kommt in meine bookmarkbox.

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Digital Soirée 2 – Myspam

Keine Sorge Freunde, wir werden auch in Zukunft in erster Linie über die Projekte Anderer berichten und die PR in eigener Sache hier nicht übertreiben. Andererseits hoffen wir natürlich, dass Ihr hier nicht nur vorbeischaut um zu lesen was wir von den Anderen halten, sondern auch, weil Ihr uns und unser Projekt ein kleines bißchen lieb gewonnen habt und deshalb auch wissen möchtet was wir sonst so in unserer Freizeit treiben.

Neben unserem derzeit wohl zeitaufwändigsten Hobby des Bloggens, organisieren wir – dem aufmerksamen Leser ist es natürlich nicht entgangen – unter anderem regelmäßige Digital Soirées, in denen wir uns dem Thema in unterschiedlichen Formen annähern. Diesmal zu Gast war Stefan Riebel, über den wir auch hier im Blog schon das ein oder andere mal berichtet haben. Die wirkliche Interessierten nutzen jetzt die bloginterne Suche, alle anderen lesen bzw schauen einfach weiter. Zum Projekt selber steht eigentlich alles in  der Ankündigung hier und hier.

Um es kurz zu halten. Riebel sammelt Spam-E-Mails in seinem Blog http://myspam.stefanriebel.de/, wir bzw unsere Gäste haben ausgewählten Spam per Post versendet.

Die letzten drei Bilder der Serie mussten wir mit dem Smartphone machen, deshalb fallen die natürlich Qualiativ etwas von den vorher gehenden ab. Bei einem so exklusiven und ästhetisch geschultem Publikum wie dem unseren muss man sowas dann eben schon erwähnen bzw vorwarnen – finde ich.

Digital Soirée präsentiert Stefan Riebel myspam

Am Freitag den 5. Juli setzen wir unsere Reihe Digital-Soirée fort. Dieses Mal ist der umtriebige Stefan Riebel unser Gast. Er ist Gründer und Organisator von derzeit fünf Projekt- und Ausstellungsräumen in Berlin und Leipzig. Seine Projekträume tragen Namen wie Büro für bestimmte Dinge, Abteilung für alles Andere, Zentrale, Niederlassung Berlin und Zuständige Behörde. Alle Projekte zusammen sind Bestandteil des Instituts für alles Mögliche welches laut Webseite „Berlin’s Most Institute Of the World!“ ist.

Zu uns kommt Riebel aber nicht als Kurator, Institutsleiter oder Chef der Zentrale, sondern als Künstler und Sammler. Seit Mai 2012 sammelt er eine Auswahl der zahlreichen Spam-Mails, die ihn täglich erreichen. Jeden Tag wählt er eine Mail aus und archiviert diese in seinem Blog unter http://myspam.stefanriebel.de/.

Am Abend des 5. Juli werden wir ausgewählte Stücke dieser Sammlung ausdrucken um sie dann per Post an Freunde, Familie und Bekannte zu versenden. Rechner, Drucker, Papier und Briefmarken stehen bereit, Ihr braucht lediglich eine gute Postadresse zur Hand. Und weil manche Texte so schön sind, werden wir die Briefe noch einmal verlesen bevor wir sie zur Post bringen.

Für die Sammler unter Euch wird es auch diesmal wieder eine exklusive Edition geben. Stefan Riebel hat auf Basis des myspam-Projekts speziell für diesen Abend ein Multiple entwickelt, welches Ihr vor Ort erwerben könnt.

Bilder von der letzten Veranstatltung gibt es hier http://www.perisphere.de/ausstellung/digital-soiree-books-and-blankets-1-bilder-vom-abend

http://mrgn.de/digital-soiree
Freitag, 05. Juli 2013
19.00 Uhr
Kirchfeldstraße 112, Düsseldorf

http://stefanriebel.de
http://myspam.stefanriebel.de/
http://www.i-a-m.tk/